Hauptamtlichkeit ist ein wichtiger Schritt zur Professionalisierung bei größeren Sportvereinen

Das Thema hauptamtliche Mitarbeit war schon beim 1. Netzwerktreffen ein Wunschthema der Großvereine. Zum 2. Netzwerktreffen der Großvereine in Lippe waren daher vier Großvereine geladen, um über ihre Erfahrungen bei der Einstellung von hauptberuflichen Mitarbeiten zu berichten.

Der TV Lemgo als größter Sportverein hat bereits seit fast 20 Jahren einen hauptamtlichen Geschäftsführer. Seit dem konnten die Angebote und Leistungen für die Mitglieder deutlich gesteigert werden. Insbesondere durch das Gesundheits- und Fitnesszentrum sind die Mitgliederzahlen angestiegen und eine nachhaltige Finanzierung von hauptamtlicher Mitarbeit konnte gesichert werden. "Wichtig ist, dass die Rollen vorab geklärt werden. Ob ein Mitarbeiter dem Vorstand Verwaltungsarbeiten abnehmen soll oder auch neue Ideen entwickeln soll" berichtet Patrick Busse (Geschäftsführer des TV Lemgo) zum Thema Zusammenarbeit zwischen Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeitern.

Beim TSV Bösingfeld wurde zunächst mit Mini-Jobbern eine kleine Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter eingerichtet. Diese Unterstützung wurde über die Jahre mit FSJlern weiter ausgebaut und vor kurzem durch die Einstellung einer hauptamtlichen Geschäftsführung ausgebaut. Der TSV Bösingfeld finanziert sich überwiegend über Kursangebote für Mitglieder und Nichtmitglieder. Bei uns ist fast jeder Einwohner im Sportverein aktiv. Ich glaube, dass die Menschen dankbar sind, dass wir so viel anbieten in Bösingfeld. Es ist etwas los und nur deswegen bleiben einige hier“ erklärt Ricarda Kuhfuß die Sonderstellung des TSV Bösingfeld in der Region.

Neben den beiden lippischen Großvereinen wurden zwei Gastvereine, der TUS Friedrichsdorf aus Gütersloh und TuRa Elsen aus Paderborn eingeladen. Alle Vereine haben die Einstellung von hauptamtlichen Mitarbeitern durch eine Beitragserhöhung bei den Mitgliedsbeiträgen finanziert.