Eine Reise geht zu Ende – das Jugendferienwerk des Kreissportbundes Lippe e.V. wird aufgelöst

Das Jugendferienwerk des Kreissportbundes Lippe e.V. wird zum 01.02.2022 aufgelöst. Diese Entscheidung, die sich schon seit einigen Jahren angebahnt hatte, wurde auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 16.03.2021 beschlossen. „Wir haben die Auflösung in den letzten zwei Jahren noch einmal intensiv vorbereitet und organisatorische und finanzielle Gegebenheiten berücksichtigt“, erläutert Christopher Tegethoff, Geschäftsführung beim Kreissportbund Lippe e.V., den Prozess rund um die Auflösung. Die noch bestehenden Rücklagen werden Anfang 2022 an den Kreissportbund Lippe e.V. überführt und für die Kinder- und Jugendarbeit zweckgemäß verwendet.

Mit der Auflösung endet die Reise für das am 05.12.1983 gegründete Jugendferienwerk. Dieses war das letzte seiner Art in Nordrhein-Westfalen – das Jugendferienwerk des Landessportbundes NRW e.V. wurde beispielweise schon vor zehn Jahren aufgelöst.

Zukünftig sollen die Arbeitsschwerpunkte an die Sportjugend im Kreissportbund Lippe e.V. übergehen. Die Organisation und die veraltete Satzung des Jugendferienwerks sind nicht mehr zeitgemäß. Die Teilnehmerzahl von 800 Kindern Anfang der 2000er Jahre war in den letzten Jahren stetig auf ca. 150 Kinder pro Jahr zurückgegangen.

Die Sportjugend wird nach der Übernahme auch weiterhin Ferienmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene anbieten. „Wir werden das Jugendferienwerk zwar auflösen, nehmen aber im selben Zug als Sportjugend die Aufgaben war“, erklärt Christian Klute, Vorsitzender der Sportjugend.

Eine neue Ausrichtung soll die Maßnahmen an die heutige Zeit anpassen. Themenbasierte „Mottofreizeiten“ und Maßnahmen mit Bildungsaspekt bilden zukünftig den Schwerpunkt. „So können wir gezielter Einfluss auf die Jugendfreizeiten nehmen und auch neue Formate, wie z.B. Gedenkstättenfahrten etablieren“, führt Klute fort.

Anders als beim Jugendferienwerk sollen auch Maßnahmen für junge Erwachsene bis 27 Jahren angeboten werden.

Eine Ära endet – eine neue soll unter dem Dach der Sportjugend nachhaltig geprägt werden.